Professionelle Lerngemeinschaften fördern den kollegialen Austausch und die kontinuierliche Unterrichtsentwicklung. Entdecken Sie, wie PLGs Ihre Schule nachhaltig verbessern können.
Professionelle Lerngemeinschaften basieren auf fünf Kriterien und zwei Leitwerten. Klicken Sie auf die Karten, um mehr zu erfahren.
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Regelmäßiger, tiefgehender Austausch über Unterrichtspraxis und pädagogische Fragen.
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Öffnung des Unterrichts durch gegenseitige Hospitationen und gemeinsame Reflexion.
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Konzentration auf die Lernprozesse der Schüler*innen statt auf das Lehren.
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Gemeinsame Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht über organisatorische Absprachen hinaus.
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Klare, gemeinsam entwickelte und verbindliche Ziele für die Arbeit der Lerngemeinschaft.
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Fehler werden als Lernchancen verstanden und konstruktiv für die Weiterentwicklung genutzt.
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Gegenseitige Unterstützung und ein wertschätzender Umgang miteinander als Fundament der Zusammenarbeit.
"Professionelle Lerngemeinschaften verstehen sich als sich selbst organisierende Teams, die mit einem Minimum externer Kontrolle auskommen und in denen Pädagoginnen und Pädagogen in professioneller Weise miteinander arbeiten und voneinander lernen." Hans-Günter Rolff
PLGs sind Gruppen von Lehrkräften, die gemeinsam an der Verbesserung ihres Unterrichts arbeiten. Sie teilen ihre Erfahrungen, reflektieren ihre Praxis und entwickeln gemeinsam neue Ansätze.
Nach Bonsen und Rolff (2006) zeichnen sich Professionelle Lerngemeinschaften durch fünf zentrale Kriterien aus. Klicken Sie auf die Tabs, um mehr zu erfahren.
Lehrerinnen und Lehrer reflektieren und diskutieren miteinander ihr Unterrichtshandeln und spezifische Unterrichtsmethoden. Dieser regelmäßige Austausch fördert die professionelle Entwicklung und schafft eine Kultur des gemeinsamen Lernens.
Eine Gruppe von Mathematiklehrkräften trifft sich alle zwei Wochen, um über neue Methoden zur Vermittlung komplexer Konzepte zu diskutieren. Sie reflektieren gemeinsam ihre Erfahrungen und geben sich gegenseitig Feedback.
Unterricht wird nicht mehr als private Angelegenheit betrachtet, sondern geöffnet und transparent gemacht. Dies kann durch gegenseitige Hospitationen, Videoaufnahmen oder gemeinsame Unterrichtsplanung geschehen.
An einer Grundschule haben die Lehrkräfte ein System kollegialer Hospitationen etabliert. Jede Lehrkraft wird pro Halbjahr zweimal besucht und besucht selbst zweimal eine Kollegin oder einen Kollegen. Die Beobachtungen werden anhand eines gemeinsam entwickelten Beobachtungsbogens strukturiert.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage "Wie unterrichte ich?", sondern "Wie lernen meine Schülerinnen und Schüler am besten?". Die Lernprozesse und -ergebnisse der Schülerinnen und Schüler werden systematisch analysiert.
Eine PLG an einem Gymnasium analysiert regelmäßig Schülerarbeiten, um Lernhürden zu identifizieren. Sie haben ein System entwickelt, bei dem sie exemplarische Arbeiten aus verschiedenen Leistungsniveaus gemeinsam besprechen und daraus Konsequenzen für ihren Unterricht ableiten.
Lehrkräfte arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. Sie planen gemeinsam Unterricht, entwickeln Materialien, reflektieren ihre Erfahrungen und unterstützen sich gegenseitig. Diese Zusammenarbeit geht über organisatorische Absprachen hinaus.
Die Deutschlehrkräfte einer Schule haben einen wöchentlichen Jour fixe etabliert, bei dem sie gemeinsam Unterrichtseinheiten planen, Materialien entwickeln und Erfahrungen austauschen. Sie haben eine digitale Plattform eingerichtet, auf der sie alle Materialien teilen und gemeinsam bearbeiten können.
Die Mitglieder einer PLG verfolgen gemeinsame, klar definierte Ziele, die sich an der Verbesserung des Lernens der Schülerinnen und Schüler orientieren. Diese Ziele geben der Arbeit Richtung und Fokus.
Eine PLG zum Thema "Selbstgesteuertes Lernen" hat sich das Ziel gesetzt, innerhalb eines Schuljahres ein Konzept für Lernzeiten zu entwickeln und zu erproben. Sie haben konkrete Teilziele definiert und Meilensteine festgelegt, an denen sie ihren Fortschritt überprüfen.
Neben den fünf Kriterien sind zwei Leitwerte für das Gelingen einer Professionellen Lerngemeinschaft entscheidend.
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Lernräume brauchen die Freiheit zum Irrtum. In einer PLG dürfen Fehler gemacht werden, sie werden als Lernchancen verstanden.
Fehlertoleranz bedeutet:
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Solidarisches Miteinander als Fundament kollegialen Lernens. In einer PLG unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig.
Hilfekultur bedeutet:
Bewerten Sie die folgenden Aussagen auf einer Skala von 1 (trifft gar nicht zu) bis 5 (trifft voll zu).
Wie weit ist Ihre Arbeitsgruppe auf dem Weg zur Professionellen Lerngemeinschaft? Machen Sie den Test und erhalten Sie eine individuelle Auswertung mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Frage 1 von 10
Die Einführung von Professionellen Lerngemeinschaften ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und wichtige Gelingensbedingungen.
Informieren Sie das Kollegium über das Konzept der Professionellen Lerngemeinschaften und seine Potenziale. Schaffen Sie ein gemeinsames Verständnis und wecken Sie Interesse.
Beginnen Sie mit einer Pilotgruppe von interessierten Lehrkräften. Diese Gruppe kann als Vorbild dienen und Erfahrungen sammeln, die später für weitere PLGs genutzt werden können.
Etablieren Sie klare Strukturen für die Arbeit der PLG. Dazu gehören regelmäßige Treffen, klare Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Dokumentationsformen.
Unterstützen Sie die Mitglieder der PLG bei der Entwicklung der notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, wie Feedback geben, Reflexionsfähigkeit und Moderation.
Sorgen Sie dafür, dass die Erfolge und Ergebnisse der PLG im Kollegium sichtbar werden. Dies motiviert die Mitglieder und kann weitere Lehrkräfte für die Idee gewinnen.
Weiten Sie das Konzept auf weitere Gruppen aus und verankern Sie PLGs als festen Bestandteil der Schulkultur und -entwicklung.
Für eine effektive PLG-Arbeit sollten regelmäßige Treffen von mindestens 90 Minuten alle zwei Wochen eingeplant werden. Zusätzlich benötigen die Mitglieder Zeit für Vor- und Nachbereitung, gegenseitige Hospitationen und die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen. Idealerweise wird diese Zeit im Stundenplan verankert.
Die Schulleitung kann PLGs auf verschiedene Weise unterstützen:
Widerstände gegen PLGs sind normal und sollten ernst genommen werden. Folgende Strategien können helfen:
Für die Nachhaltigkeit von PLGs sind folgende Faktoren wichtig:
Hier finden Sie weiterführende Materialien, Literatur und Links zum Thema Professionelle Lerngemeinschaften.